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Geld ins Ausland überweisen: So geht's

Vergleichen Sie alle Methoden, vermeiden Sie versteckte Gebühren und überweisen Sie günstiger.

Four money transfer notifications on purple background: +€50 from Germany, -$25 to Canada, +¥5000 from Japan, -£100 to UK, with respective country flag icons
Weronika Sowa - Produktexperte

Sie senden $500 an Ihre Familie im Ausland, und $60 verschwinden, bevor das Geld überhaupt ankommt. Die angezeigte Gebühr sah gering aus. Den Rest hat der Wechselkurs geschluckt.

Das ist das eigentliche Problem bei Auslandsüberweisungen: Der angegebene Preis und der Betrag, den Sie am Ende tatsächlich zahlen, stimmen selten überein. Banken verstecken ihre Marge im Wechselkurs. Transfer-Apps werben mit „gebührenfrei“ und holen sich die Kosten über den Kurs zurück. Und wer kein Bankkonto verknüpfen kann, wird von manchen Anbietern gar nicht erst zugelassen. Wer regelmäßig Geld ins Ausland überweist, spürt das besonders, da sich kleine Gebühren über viele Transfers hinweg schnell summieren.

Dieser Leitfaden stellt sechs Wege vor, um Geld ins Ausland zu überweisen – inklusive der tatsächlichen Gebühren und Geschwindigkeiten. Dazu gehört die klassische weltweite Banküberweisung ebenso wie fünf weitere Optionen, die oft günstiger oder schneller sind. So wissen Sie genau, wie Sie Geld international überweisen, ohne mehr als nötig zu zahlen.

Das Wichtigste auf einen Blick

Günstigste Überweisungsmethode

Spezialisierte Transfer-App finanziert per Banküberweisung, meist unter 1%

Für dringende Überweisungen

Debit- oder Prepaidkarte über eine Transfer-App, wenige Sekunden bis Minuten

Kein Bankkonto erforderlich

Eine Prepaid-Visa oder -Mastercard oder ein Bargeldabholdienst

Was ist eine Auslandsüberweisung?

Bei einer Auslandsüberweisung – auch internationaler Geldtransfer genannt – wird Geld über das Bankensystem oder ein eigens dafür eingerichtetes Zahlungsnetzwerk über Landesgrenzen hinweg gesendet. Banken wickeln Überweisungen über SWIFT ab, ein weltweites Nachrichtensystem zwischen Kreditinstituten. Spezialisierte Apps nutzen stattdessen eigene Netzwerke. Viele wickeln Transaktionen an beiden Enden lokal ab, sodass das Geld rein technisch gesehen gar keine Grenze überquert. Gebühren und Wechselkurse hängen stark von der gewählten Methode ab – und genau das schlüsselt der nächste Abschnitt auf.

Familien, Freiberufler, Online-Shopper und kleine Unternehmen nutzen internationale Transfers aus verschiedenen Gründen: Unterstützung für die Familie in der Heimat, Bezahlung durch Kunden aus dem Ausland, Einkäufe bei ausländischen Händlern oder Zahlungen an internationale Lieferanten. Es gibt nicht die eine einfachste Methode, die für jeden gebührenfrei funktioniert. Die richtige Wahl hängt davon ab, worauf es Ihnen bei der jeweiligen Überweisung ankommt.

Was kostet es wirklich, Geld ins Ausland zu überweisen?

Jedes Mal, wenn Sie Geld ins Ausland senden, kommen drei separate Kostenfaktoren zusammen – und die meisten Menschen bemerken nur einen davon.

  1. Die Überweisungsgebühr. Die sichtbare Gebühr, meist zwischen $0 und $50 oder mehr, je nach Anbieter und Betrag.
  2. Der Wechselkursaufschlag. Die Kosten, die im Wechselkurs selbst versteckt sind. Banken berechnen üblicherweise einen Aufschlag von 3 bis 6 Prozent auf den echten Devisenmittelkurs – denselben Kurs, den Sie auch auf Google oder Reuters sehen.
  3. Korrespondenzbankgebühren. Ein zusätzlicher Abzug, der anfällt, wenn Ihre Überweisung auf dem Weg zum Empfänger eine oder mehrere Zwischenbanken durchläuft. Bei SWIFT-Überweisungen ist das üblich und kann zusätzliche Kosten von $25 bis $100 oder mehr verursachen.

Banken sind mit Abstand der teuerste Weg, Geld ins Ausland zu senden. Laut dem „Remittance Prices Worldwide“-Bericht der Weltbank (Q3 2025) liegen die durchschnittlichen Gesamtkosten bei Banken bei 14,99 % des gesendeten Betrags, während rein digitale Apps im Schnitt bei 3,54 % liegen. Dieser Unterschied zeigt, warum sich ein Anbietervergleich vor dem Senden lohnt. Ein günstiger Anbieter auf einer bestimmten Route kann auf einer anderen teuer sein – ein Vergleich vorab lohnt sich also jedes Mal.

Internationale Überweisungsmethoden auf einen Blick

So schneiden die sechs Optionen im direkten Vergleich ab:

Methode

Typische Gebühr

Wechselkurs

Dauer

Bankkonto erforderlich?

Ideal für

Banküberweisung

$40 bis $50+

Schlecht (3 bis 6 % Aufschlag)

1 bis 5 Werktage

Ja

Große, einmalige Überweisungen, bei denen Vertrauen an erster Stelle steht

Spezialisierte Transfer-App

Unter 1 bis 3 %

Nahe am Devisenmittelkurs

Sekunden bis 2 Werktage

In der Regel

Die meisten Überweisungen, die meisten Personen

Prepaid-Karte

Nur Kartenkosten

Wird von der jeweiligen App festgelegt

Sofortige Aufladung

Nein

Personen ohne Bankkonto oder mit Wunsch nach Privatsphäre

Bargeldabholung

Variiert je nach Zielland

1 bis 6 %+ Aufschlag

Minuten bis am selben Tag

Nein

Empfänger ohne Bankkonto

Kryptowährung

Unter 5 $

Marktkurs (volatil)

Minuten

Nein, aber eine Wallet ist erforderlich

Versierte Absender, kryptofreundliche Zielorte

Internationale Zahlungsanweisung

Pauschale Gebühr, variiert

Bei Ausstellung festgelegt

Tage (postalisch)

Nein

Kleine Beträge, kein digitaler Zugang

So überweisen Sie Geld international über Ihre Bank

Eine Banküberweisung ist oft die erste Wahl, vor allem weil sie den meisten bereits vertraut ist. Ihre Bank leitet die Beträge über SWIFT an internationale Bankkontonummern auf der ganzen Welt weiter. Um die Überweisung durchzuführen, benötigen Sie die entsprechenden Angaben des Empfängers.

Welche Angaben Sie für eine Auslandsüberweisung benötigen

Bringen Sie vorab folgende Daten des Empfängers in Erfahrung: vollständiger Name laut Ausweis, Name der Bank, Kontonummer oder IBAN sowie SWIFT- bzw. BIC-Code. Prüfen Sie jedes Zeichen sorgfältig – ein einziger Zahlendreher kann die Überweisung um Wochen verzögern.

Schritt für Schritt: So veranlassen Sie eine Banküberweisung

  1. Wählen Sie in der Banking-App die Option für Auslandsüberweisungen und geben Sie die Daten des Empfängers exakt wie angegeben ein.
  2. Bestätigen Sie Betrag und Gebühr und vergleichen Sie den Wechselkurs mit dem Devisenmittelkurs.
  3. Senden Sie den Auftrag ab und bewahren Sie die Referenznummer auf, um die Überweisung später nachzuverfolgen.

Typische Probleme: Warum sich Banküberweisungen verzögern oder abgelehnt werden

Banküberweisungen verzögern sich meist aus bekannten Gründen: Wochenenden und Feiertage zählen nicht zum Zeitfenster von 1 bis 5 Tagen, und abweichende Namensangaben zwischen den Konten sind der Hauptgrund für vollständige Ablehnungen. Zudem können zwischengeschaltete Korrespondenzbanken eigene Gebühren abziehen, bevor das Geld weitergeleitet wird, sodass der gutgeschriebene Betrag niedriger als erwartet ausfallen kann.

So senden Sie Geld international mit einer Transfer-App

Spezialisierte Apps wie Wise, Remitly, WorldRemit und Xoom (der Transferdienst von PayPal) ermöglichen internationale Online-Geldüberweisungen mit wenigen Klicks. Sie funktionieren anders als Banken: Die meisten halten lokale Währungen in beiden Ländern und gleichen Guthaben zwischen Konten ab, anstatt Überweisungen über SWIFT abzuwickeln, was die Kosten niedrig hält.

Die typischen Kosten liegen bei 1 bis 3 %, und Überweisungen werden innerhalb von wenigen Sekunden bis zu zwei Werktagen abgeschlossen. Diese Apps nutzen einen Wechselkurs nahe dem Devisenmittelkurs und weisen die Gebühr transparent im Voraus aus, anstatt sie in einem schlechteren Kurs zu verstecken.

Hinweis zur Bezahlung: Mit Xoom können Sie statt über ein Bankkonto auch mit Ihrem PayPal-Guthaben bezahlen. Nutzen Sie eine Rewarble PayPal-Prämienkarte, einsatzbereit innerhalb von Minuten.

Schritt für Schritt: So funktionieren Transfer-Apps

  1. Erstellen Sie ein Konto und weisen Sie Ihre Identität mit einem Lichtbildausweis nach.
  2. Geben Sie den Betrag sowie die Bankverbindung des Empfängers ein und wählen Sie Ihre Zahlungsmethode aus.
  3. Bestätigen Sie den Wechselkurs und die Gebühr und senden Sie den Betrag ab. Die App zahlt direkt auf das Bankkonto des Empfängers aus.

Was Sie vor dem Absenden prüfen sollten

Die angezeigte Gebühr ist nicht alles. Vergleichen Sie den Gesamtbetrag, den Ihr Empfänger tatsächlich erhält, da zwei Apps dieselbe Gebühr verlangen, aber aufgrund unterschiedlicher Wechselkurse dennoch abweichende Beträge auszahlen können.

Häufige Probleme: Warum eine Überweisung per App fehlschlagen kann

Überweisungen verzögern sich meist aufgrund einer unvollständigen Identitätsprüfung oder eines Sendelimits, das an Ihre Verifizierungsstufe gebunden ist. Die meisten Probleme lassen sich innerhalb eines Tages lösen, indem Sie den Kundenservice mit Ihrer Transaktions-ID kontaktieren.

Bargeld zur internationalen Abholung senden: Western Union, MoneyGram & Co.

Für eine Bargeldabholung ist auf keiner Seite ein Bankkonto erforderlich. Sie zahlen online oder vor Ort, und Ihr Empfänger holt das Bargeld bei einer nahegelegenen Vertriebsstelle ab. Western Union und MoneyGram betreiben zusammen Hunderttausende von Standorten in über 200 Ländern.

Viele Abholungen sind noch am selben Tag möglich, manche innerhalb von Minuten. Die Gebühren und der Wechselkursaufschlag (1 bis über 6 %) variieren je nach Zielland und Betrag. Jeder Absender muss vorab seine Identität bestätigen.

Schritt für Schritt

  1. Starten Sie den Transfer online oder an einem physischen Standort und zahlen Sie den Betrag zuzüglich der Gebühr.
  2. Geben Sie den vollständigen Namen des Empfängers genau so ein, wie er auf dessen behördlichem Ausweisdokument steht.
  3. Senden Sie der Empfängerperson die Referenznummer, damit sie das Bargeld bei einer beliebigen teilnehmenden Partnerfiliale abholen kann.

Warum diese Methode funktioniert

Dies ist meist die einzige vollständig offline verfügbare Option und eignet sich hervorragend für dringende, einmalige Übertragungen, bei denen Schnelligkeit wichtiger ist als der Wechselkurs. Auf diese Weise lässt sich Geld international ohne Bankkonto auf beiden Seiten versenden, da eine Empfängerperson ohne Bankkonto das Bargeld einfach mit einem Ausweisdokument persönlich abholen kann.

Häufige Probleme

Die häufigsten Probleme sind Namensabweichungen bei der Abholung, da die Angaben exakt mit dem Ausweisdokument übereinstimmen müssen, sowie Übertragungen, die im Rahmen einer routinemäßigen Betrugsprüfung markiert werden. Die meisten Verzögerungen lassen sich vermeiden, indem man die Ausweisdaten der Empfängerperson vor dem Absenden nochmals genau abgleicht.

Wie Sie mit einer Prepaid-Karte international Geld versenden

Ein internationaler Transfer mit einer Prepaid-Karte funktioniert anders als alle anderen Methoden in dieser Übersicht: Es wird kein Bankkonto benötigt, das bei jeder anderen Option auf dieser Liste vorausgesetzt wird. Wenn Sie international Geld versenden möchten, ohne auf ein Bankkonto zugreifen zu müssen, ist dies der richtige Weg.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Nutzen Sie eine Prepaid-Karte als Zahlungsquelle für eine Transfer-App oder Überweisung anstelle eines verknüpften Bankkontos. Sie ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit, und Ihre tatsächlichen Bankdaten gelangen niemals an Dritte. Alternativ können Sie einen digitalen Gutschein direkt an jemanden im Ausland senden, der diesen selbst online einlösen kann – besonders praktisch dort, wo der Zugang zu Bankdienstleistungen eingeschränkt ist.

Schritt für Schritt: Eine Prepaid-Karte für einen internationalen Transfer nutzen

  1. Holen Sie sich eine virtuelle Prepaid-Karte, wie eine Rewarble Reward Card. Sie ist innerhalb weniger Minuten aktiviert, ganz ohne erforderliches Bankkonto.
  2. Fügen Sie die Karte als Zahlungsmethode in der gewünschten Transfer-App hinzu. Geben Sie die Kartennummer, das Ablaufdatum und den CVV-Code ein.
  3. Geben Sie die Daten der Empfängerperson ein und bestätigen Sie den Betrag.
  4. Absenden. Die Bereitstellung erfolgt sofort, sodass Sie nicht auf die Freigabe einer Banküberweisung warten müssen.

Warum diese Methode funktioniert

Eine Prepaid-Karte erfordert kein Bankkonto – im Gegensatz zu allen anderen Methoden auf dieser Liste. Sie lässt sich sofort aufladen, ganz ohne Wartezeiten von drei bis fünf Tagen, und Ihre echten Bankdaten kommen nicht mit einem Dienst in Berührung, den Sie vielleicht nur einmalig nutzen.

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Digital wallet interface showing multiple payment cards stacked in a smartphone screen. The front card is a blue Visa card with contactless payment symbol and chip

Warum Prepaid-Karten abgelehnt werden und wie sich das beheben lässt

Betrugsfilter stufen Prepaid-Karten mitunter als risikoreicher ein als herkömmliche Debitkarten. Falls Ihre Karte abgelehnt wird, prüfen Sie, ob die Rechnungsadresse mit der auf der Karte registrierten Adresse übereinstimmt, und stellen Sie sicher, dass sie aktiv ist sowie das Ausgabenlimit eingehalten wird. Eine Karte mit registrierter Rechnungsadresse, wie eine virtuelle Rewarble-Karte, wird deutlich zuverlässiger akzeptiert als eine gewöhnliche Händler-Geschenkkarte.

Mit Kryptowährung international Geld versenden

Kryptowährungen sind ein schneller, legitimer Weg, um Geld ins Ausland zu senden: Überweisungen werden innerhalb von Minuten statt Tagen abgewickelt, ganz ohne zwischengeschaltete Korrespondenzbanken oder Annahmeschlusszeiten. Die Netzwerkgebühren liegen dabei meist unter 5 $, unabhängig von der Entfernung. Bitcoin für Auslandsüberweisungen zu nutzen, war der ursprüngliche Anwendungsfall – neuere Alternativen sind jedoch oft schneller und günstiger.

Der Haken: Der Empfänger benötigt eine Krypto-Wallet, und der Wechselkurs kann sich zwischen dem Versand und dem Umtausch in die Landeswährung ändern. Dieser Umtausch, auch Off-Ramp genannt, kann eigene Gebühren verursachen. Ein internationaler Transfer mit Stablecoins umgeht einen Teil dieses Risikos. Ein Auslands-Transfer mit USDT ist ein gängiges Beispiel, da USDT an den US-Dollar gekoppelt ist und weitaus weniger schwankt als die meisten anderen Kryptowährungen. Das eignet sich gut für Absender, die mit Krypto vertraut sind – vorausgesetzt, im Zielland gibt es unkomplizierte Off-Ramp-Optionen.

Schritt für Schritt

  1. Senden Sie den Betrag von Ihrer Wallet oder Krypto-Börse an die Wallet-Adresse des Empfängers. Prüfen Sie die Adresse genau: Krypto-Transaktionen lassen sich nach dem Absenden nicht mehr rückgängig machen.
  2. Der Empfänger tauscht den Betrag über eine Krypto-Börse oder eine Peer-to-Peer-Plattform in die Landeswährung um.

Häufige Probleme

Die Hauptrisiken bestehen darin, an eine falsche Adresse zu senden – was sich nicht rückgängig machen lässt, weshalb Sie immer doppelt prüfen sollten – sowie in Kursschwankungen zwischen Versand und Umtausch, wodurch der Empfänger am Ende weniger erhalten kann als ursprünglich gesendet.

Geldversand per internationaler Zahlungsanweisung (Money Order)

Eine internationale Zahlungsanweisung (International Money Order) ist die papierbasierte Variante: Sie kaufen diese bei einer Postfiliale oder Verkaufsstelle, versenden sie per Post an den Empfänger, und dieser löst sie vor Ort ein. Auf beiden Seiten ist kein Bankkonto erforderlich, und es fällt eine pauschale Gebühr an, die je nach Aussteller variiert. Der Nachteil ist die Geschwindigkeit: Da der Versand per Post erfolgt, kann es Tage oder länger dauern, bis sie ankommt. Daher eignet sich diese Methode eher für kleinere, nicht dringende Beträge als für zeitkritische Überweisungen.

5 Tipps, um bei jedem Auslandstransfer Geld zu sparen

Hier sind praktische Tipps, um bei internationalen Überweisungen Kosten zu sparen – schon wenige kleine Entscheidungen machen beim Gesamtbetrag einen echten Unterschied:

  1. Vergleichen Sie die Gesamtkosten, da die Überweisungsgebühr nur ein Teil davon ist. Prüfen Sie den angebotenen Wechselkurs stets im Vergleich zum Devisenmittelkurs (Mid-Market Rate), um die tatsächlich besten Kurse internationaler Transferanbieter zu finden. So vermeiden Sie versteckte Gebühren, die Anbieter von Auslandsüberweisungen gern im Wechselkurs statt in der Gebühr verstecken. Ein Anbieter „ohne Gebühren“ mit einem schlechten Wechselkurs kann letztlich teurer sein als einer mit einer transparenten Gebühr.
  2. Zahlen Sie per Banküberweisung statt mit Kreditkarte ein. Kreditkarten sind meist die teuerste Option zur Finanzierung eines Transfers, sobald Gebühren für Bargeldvorschüsse (Cash Advance) hinzukommen.
  3. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihren Transfer, wenn es nicht eilt. Wechselkurse schwanken von Tag zu Tag. Mit einem Tool für Kursbenachrichtigungen können Sie genau dann senden, wenn der Kurs günstig steht – statt einfach dann, wenn Sie gerade daran denken.
  4. Entscheiden Sie sich für eine spezialisierte App statt für Ihre Hausbank. Wenn Ihnen der günstigste Weg für Auslandsüberweisungen am wichtigsten ist, lautet die ehrliche Antwort: Spezialisierte Apps schlagen klassische Banküberweisungen fast immer. Die Ersparnis liegt meist deutlich über 10 % pro Überweisung, sobald der Wechselkursaufschlag eingerechnet wird.
  5. Nutzen Sie eine Prepaid-Karte, falls Sie Ihr Bankkonto lieber nicht verknüpfen möchten. Damit bleiben Ihre primären Kontodaten vertraulich und Ihr Transfer wird dennoch sofort finanziert.

So erkennen Sie Betrugsmaschen bei Auslandsüberweisungen und schützen Ihr Geld

Internationale Überweisungen lassen sich nach dem Absenden nur schwer rückgängig machen. Daher lohnt es sich in diesem Bereich besonders, kurz innezuhalten und vorsichtig zu sein.

Romance-Scamming und vorgetäuschte Notfälle zielen häufig auf Personen ab, die Geld ins Ausland senden – meist geht es dabei um Kontakte, die der Absender noch nie persönlich getroffen hat. Bei Betrugsmaschen durch angebliche „Behördenvertreter“ wird eine Vorauszahlung verlangt, um einen angeblichen Gewinn oder eine Rückerstattung freizugeben. Keine seriöse Behörde verlangt Zahlungen auf diese Weise. Überprüfen Sie Ihren Empfänger unabhängig per Telefon- oder Videoanruf statt über den Kanal, über den das Geld angefordert wurde, und nutzen Sie ausschließlich lizenzierte, regulierte Anbieter, wie etwa von der FCA in Großbritannien oder dem FinCEN in den USA autorisierte Institute. Ein seriöser Anbieter wird Sie niemals auffordern, Sicherheitswarnungen zu ignorieren oder Verifizierungsschritte zu überspringen.

Jetzt auswählen

Kosten und Geschwindigkeit stehen oft im Widerspruch. Eine spezialisierte Transfer-App, die per Banküberweisung finanziert wird, punktet meist beim Preis, während dieselbe App bei Nutzung einer Debit- oder Prepaid-Karte bei der Geschwindigkeit gewinnt.

Wenn ein Bankkonto überhaupt nicht infrage kommt, sichern Sie sich eine Rewarble Prepaid-Prämienkarte und sind in wenigen Minuten startklar.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der günstigste Weg, um Geld ins Ausland zu senden?

Spezialisierte Apps wie Wise, Remitly, WorldRemit oder Xoom sind in der Regel günstiger als Banken, mit Gebühren unter 1 bis 3 % und Wechselkursen nahe dem Devisenmittelkurs. Bei einer Überweisung von 1.000 $ kann dieser Unterschied allein bedeuten, dass Sie bei einer Bank etwa 150 $ zahlen, bei einer spezialisierten App hingegen nur 35 $. Laut dem Bericht „Remittance Prices Worldwide“ der Weltbank (3. Quartal 2025) liegen die Gesamtkosten bei Banken im Durchschnitt bei 14,99 %.

Wie lange dauert eine internationale Geldüberweisung?

Die Dauer hängt stark von der gewählten Methode ab und reicht von wenigen Minuten bis hin zu fünf Werktagen. Was einzelne Schätzungen oft nicht berücksichtigen: Auch die lokalen Bankarbeitszeiten des Empfängers spielen eine Rolle. Geht eine Überweisung außerhalb der Geschäftszeiten der Empfängerbank ein, wird sie in der Regel erst am nächsten Werktag gutgeschrieben.

Kann ich ohne Bankkonto Geld ins Ausland senden?

Ja. Bargeldabholungsdienste wie Western Union oder MoneyGram erfordern kein Bankkonto. Eine Prepaid-Karte von Visa oder Mastercard, wie die virtuelle Rewarble-Karte, funktioniert genauso: Sie können Transfers über jede gängige App finanzieren, ohne ein Bankkonto zu verknüpfen.

Welche Angaben werden für eine internationale Überweisung benötigt?

In der Regel benötigen Sie den vollständigen Namen des Empfängers, den Namen der Bank, die Kontonummer oder IBAN sowie den SWIFT- oder BIC-Code. Manche Banken fragen zusätzlich nach der Adresse der Bank. Überprüfen Sie alle Angaben vorab sorgfältig mit dem Empfänger, da Fehler die Überweisung verzögern oder fehlleiten können.

Ist es sicher, Geld online ins Ausland zu senden?

Ja, wenn Sie einen lizenzierten und regulierten Anbieter nutzen. Achten Sie auf eine Autorisierung durch eine Aufsichtsbehörde wie die FCA oder das FinCEN. Überprüfen Sie die Empfängerdaten vor dem Absenden unabhängig, da internationale Überweisungen nur schwer rückgängig gemacht werden können.

Warum wurde meine internationale Überweisung abgelehnt oder verzögert?

Häufige Ursachen sind fehlerhafte Empfängerangaben, eine unvollständige Identitätsprüfung, ein überschrittenes Sendelimit oder eine routinemäßige Sicherheitsüberprüfung. Wenn Sie den Support Ihres Anbieters direkt kontaktieren, lässt sich dies meist innerhalb von 24 Stunden klären.

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